Artikel, Analysen, Berichte von RONALD BARAZON in der "Versicherungsrundschau"


 
 
Startseite
 
Lebenslauf &
Downloads

 
Der Volkswirt
 
Kolumne in den "Salzburger Nachrichten"
 
Versicherungs-
rundschau

 
 
Tel.:
+43/664/153 34 87

 
eM@il:
ronald.barazon@gmail.com

 

Adresse:
1070 Wien,
Schottenfeldgasse 93


 
 
Solvency II

Das neue Regelwerk für Versicherungen, Solvency II, ist durch die Vielzahl der Vorschriften unübersichtlich. In der Zeitschrift "versicherungsrundschau" veröffentlichen wir verständliche, kurze Artikel ohne Formeln, die den Zugang erleichtern sollen.


Mit "weiter" öffnet sich die home-page von www.versicherungsrundschau.at.
Über den Bereich "Archiv" kommt man zu den einzelnen Artikeln.
 
Artikel zu Solvency II in der Versicherungsrundschau


Unter Solvency II sind die Eigenmittel eine sich ständig verändernde Größe 

Solvency II stellt die Ausstattung der Versicherungsunternehmen mit Eigenkapital in den Mittelpunkt: Die Veranlagungen sollen mit möglichst hohen Eigenmittelbeträgen unterlegt werden, um Schocks aus Kursverlusten und Wertminderungen verkraftbar zu machen. Im Mittelpunkt steht eine umfassende Risikovorsorge. Zu berechnen ist ein Solvenzkapitalbedarf, SCR – solvency capital requirement, und ein Mindestkapitalbedarf, MCR - minimum capital requirement. Somit kommt der Ermittlung der verfügbaren und der in der Solvenzbilanz anrechenbaren Eigenmittel eine besondere Rolle zu. Wie dies erfolgt, sei hier in einer vereinfachten, der Orientierung dienenden Form dargestellt. Die Berechnung des SCR und des MCR ist nicht Gegenstand dieses Berichts...
...weiter

 

Die UGB/VAG-Bilanz unterliegt weiterhin dem Vorsichtsprinzip, ... 

... doch enthält das neue Unternehmensgesetzbuch Elemente aus der IFRS-Welt

Neben der neuen Solvency-II-Bilanz, die sich an Verkehrswerten orientiert und keine stillen Reserven kennt, behält die UGB/VAG-Bilanz mit dem traditionellen Vorsichtsprinzip auch in Zukunft eine entscheidende Rolle in den Versicherungsunternehmen. Aufgrund der neuen EU-Bilanzrichtlinie erfolgte aber eine Neufassung des Unternehmensgesetzbuches, die bei den nicht-versicherungstechnischen Rückstellungen die Anwendung des „besten Schätzwerts“ vorsieht und bei den Kapitalanlagen die Bildung stiller Reserven erschwert. Die entsprechenden Korrekturen sind vor kurzem erfolgt: Am 20.Juli 2015 ist das novellierte Unternehmensgesetzbuch in Kraft getreten, mit dem die Bilanzrichtlinie 2013/34/EU umgesetzt wurde. Die neuen Bestimmungen sind ab dem 1. Jänner 2016 zu beachten. Die Neuerungen haben maßgeblichen Einfluss auf das Versicherungsrecht, sodass das Versicherungsaufsichtsgesetz 2016 noch vor dem Inkrafttreten, das ebenfalls am 1. Jänner 2016 erfolgt, geändert werden musste. Dies ist mit dem am 18. Juni 2015 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Rechnungslegungsänderungs-Begleitgesetz 2015 geschehen...
...weiter

 

Die Lebensversicherung erweist sich auch unter extremen Bedingungen als robust 

Ein Gespräch über die Veranlagungsstrategie der Versicherungsunternehmen mit Mag. Hannes Bogner, Uniqa, Martin Bruckner, Allianz, Dr. Martin Simhandl, Vienna Insurance Group, und Mag. Klaus Wallner, Generali.

Das niedrige Zinsniveau, die Unsicherheit auf den Kapitalmärkten, die hohen Eigenkapitalerfordernisse durch Solvency II stellen die Versicherungsunternehmen insbesondere in der Lebensversicherung vor große Herausforderungen. Auf der Basis solider Fundamente betonen die Finanzdirektoren die Widerstandsfähigkeit der Sparte. „Auch in so einer extremen Situation, aus dem Umstand heraus, dass wir stabile Portefeuilles haben, dass wir vorausschauend investiert haben, entstehen keine Probleme für die Kunden. Es ist eine Situation, die nicht angenehm ist, die Spielräume werden enger, aber auch in dieser Situation zeigt sich, wie robust das System der österreichischen Lebensversicherung ist“, formuliert Martin Simhandl von der Vienna Insurance Group. Hannes Bogner von der Uniqa ergänzt: „Die Kapitalsituation der Unternehmen ist gut, wir halten das aus.“ Klaus Wallner, Generali: Die österreichischen Versicherer haben ausreichend Kapital, um die in Solvency II geforderten Kapitalunterlegungen vornehmen zu können. Martin Bruckner, Allianz: Die regulatorischen Vorschriften erschweren zum Teil Investitionen, die wirtschaftlich sinnvoll sind. Wir veranlagen aber auf der Basis ökonomischer Erfordernisse, wissend, dass das eine höhere Risikokapitalunterlegung erfordert, die wir aber leisten können.“ ..
...weiter

 

Die Compliance-Funktion ist aktiv in die Führung des Unternehmens eingebunden 

Die von Solvency II im Rahmen der Governance des Unternehmens vorgesehene Compliance-Funktion hat auf die Einhaltung der Rechtsvorschriften zu achten und die Risiken aufzuzeigen, die sich aus einer Nicht-Compliance ergeben. Im Mittelpunkt steht die „Compliance-Risiko-Analyse“, die Antworten auf die entscheidenden Fragen geben muss: Welche zivilrechtlichen, aufsichtsrechtlichen oder sonstigen Konsequenzen drohen?..
...weiter

 

Der Finanzmarktbereich ist eine Dauerbaustelle 

Mag. Alexander Peschetz, der Leiter des Solvency-II-Projekts im Finanzministerium, vermerkt nicht ohne Stolz, dass Österreich mit der Verlautbarung des neuen Versicherungsaufsichtsgesetzes – VAG – im Feber 2015 als zweiter Mitgliedstaat die Richtlinie umgesetzt hat, beinahe hätte man den ersten Platz besetzt. Die Legisten im Finanzministerium und ihre Kollegen im Justizressort und im Parlament können sich allerdings nicht zurücklehnen. Die Liste der neuen Aufgaben ist lang. Damit nicht genug, die Fertigstellung des neuen VAG war nur der Auftakt zur weiteren Entwicklung des Versicherungsrechts. Peschetz: „Der Finanzmarktbereich ist eine Art Dauerbaustelle.“..
...weiter

 

Solvency II: Die Finanzmarktaufsicht kontrolliert die Effizienz und die Effektivität des Managements 

Das neue Regelwerk für Versicherungsunternehmen, Solvency II, sieht drei Säulen vor: Die Säule 1 definiert die „quantitativen Anforderungen“ an die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen, der Kapitalanlagen und der Eigenmittel. Die Säule 3 umfasst unter dem Titel „Marktdisziplin“ die Offenlegungen und Meldungen. Die Mitte des Drei-Säulen-Systems bildet die Säule 2 mit den „qualitativen Anforderungen“ an das Governance-System, also an die Führung der Unternehmen, und an die Risiko-Bewertung. Außerdem ist in diesem Teil die Aufsichtspraxis umrissen. Das Motto lautet „Governancebasierte Insolvenzvermeidung“. Die zuständige Abteilungsleiterin in der österreichischen Finanzmarktaufsicht, Frau Dr. Stanislava Saria, betont: „Die meisten Schieflagen bei Versicherungsunternehmen sind nicht auf eine unzureichende Kapitalausstattung zurückzuführen, sondern auf Management-Fehler und auf ein fehlerhaftes Risiko-Management“. Die Details der künftigen Aufsichtsarbeit wurden bei einer Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Versicherungsfachwissen im April präzisiert...
...weiter

 

Der Risikomanager darf selbst operationelle Risiken nicht managen 

Solvency II rückt die Gesamtheit der von einem Versicherungsunternehmen zu bewältigenden Risiken in den Vordergrund. Das Risikomanagement-System bildet somit das Kernstück. Vorgeschrieben wird durch Solvency II die Installierung eines Risikomanagers als eine der vier zentralen Governance-Funktionen neben der Internen Revision, der Aktuariellen und der Compliance Funktion. Der Begriff „Manager“ trifft den Sachverhalt nicht genau, wie Mag. Andreas Hell bei einer „Fit for Solvency“-Veranstaltung der Gesellschaft für Versicherungsfachwissen im April betonte: Der Risikomanager hat die eingegangenen Risiken zu überprüfen, darauf zu achten, dass die Risiko-Leitlinie eingehalten wird, einzugreifen, wenn ein Limit überschritten wird, aber nicht selbst das operationelle Risiko zu managen. Ist dies der Fall, würde ein Interessenkonflikt vorliegen, der nach den Vorgaben von Solvency II zu vermeiden ist. ..
...weiter

 

Für EIOPA kommt nun der Schritt in die Praxis  

Interview mit Dr. Peter Braumüller, Vizepräsident der EIOPA, European Insurance and Occupational Pensions Authority

Versicherungsrundschau: Solvency II tritt am 1. Jänner 2016 in Kraft. Es sind aber noch einige Fragen zu klären.

Braumüller: Die Rahmenrichtlinie wurde bereits 2009 verabschiedet, dann folgte Ende 2013 unter der Bezeichnung „Omnibus II“ eine Änderung, die insbesondere Spezialbestimmungen enthält, um dem langfristig ausgerichtetem Versicherungsgeschäft besser zu entsprechen. Vor kurzem wurde die Verordnung der Kommission fertig gestellt, die auf der Basis der Richtlinien nähere Details bestimmt. In Arbeit sind noch einige Leitlinien und ein Teil der technischen Standards, die die EIOPA formuliert. Bis zur Jahresmitte sollten diese Elemente dann im Wesentlichen zur Verfügung stehen. ..
...weiter